Seit ein paar Tagen bin ich im Triten Norbutse Kloster in Kathmandu.
In Indien wurden alle Auslaender ziemlich kurzfristig und ohne
Vorwarnung aus den tibetischen Siedlungen vertrieben, gerade als Losar,
das Neujahrsfest vor der Tuer stand.
Die Handhabe dazu gab ein altes Gesetz nachdem Auslaender ein sog. Protected Area Permit beantragen muessen und zwar im Heimatland drei Monate im Voraus. Mit so einem Gesetz kann man jederzeit ein Gebiet abriegeln. Ich sah den Brief von der Zentralregierung direkt an die Polizeistation in Nahan, das ist nicht die lokale sondern die etwas uebergeordnete Ebene. Er wurde am 4.1.2012 geschrieben Dennoch wurden die Konsulate und Botschaften nicht informiert, nicht einmal in dem Ministerium, wo dieses Permit beantragt werden sollte, wussten die Leute Bescheid. Wie lange die Bearbeitung dauert und wo der Antrag gestellt werden muss scheint flexibel, so wie das ganze Gesetz darauf ausgelegt zu sein scheint, ein Gummiparagraph zu sein. Er wurde ja jahrzehntelang ueberhaupt nicht angewendet. So konnten wir unsere Antraege in Delhi stellen, aber die Bearbeitung dauert eben bis nach dem Losarfest.
Hier im Kloster in Kathmandu wurde mir noch staerker bewusst, was fuer ein grosser Eingriff dieser Hinausschmiss war. Die Losarrituale sind stark gemeinschaftsbildend. Zum Beispiel wurde gestern, dem letzten Tag der Reinigungsrituale, nach dem oeffentlichen Ritualtanz bei dem ein am Boden legender, aus Teig geformter Daemon von den goettlichen Kraeften besiegt worden war, ein roter und ein blauer Wollfaden durch die Runde gezogen. Ein Moench wickelte das Knaeuel ab und alle hielten ein kleines Stueck. Dann schnitt der Abt die Faeden zwischen den Menschen durch und jeder hielt sein kleines Stueckchen in der Hand. Danach wurde jedem ein kleiner Schluck Wasser gegeben und etwas Wasser ueber den Kopf gegossen, dabei warf man die beiden Faedchen wieder zurueck.
Die Moenche hatten 3 Tage lang mit nur kurzen Schlafpausen nach Mitternacht rund um die Uhr gesungen. Die Mitglieder der Gemeinschaft spendeten Geld, was waehrend des Mantrensingens an die Moenchen verteilt wurde, manche spendeten Buecher, manche Stifte, eine Gruppe von Frauen aus Singapore sponsorte und kochte jeweils das Mittagessen. Das alles schien dazu beizutragen, ihnen Energie zu geben, sich von der Gemeinschaft unterstuetzt und getragen zu fuehlen.
Reinigungsmantren fuer Losar, Triten Norbutse
Die Handhabe dazu gab ein altes Gesetz nachdem Auslaender ein sog. Protected Area Permit beantragen muessen und zwar im Heimatland drei Monate im Voraus. Mit so einem Gesetz kann man jederzeit ein Gebiet abriegeln. Ich sah den Brief von der Zentralregierung direkt an die Polizeistation in Nahan, das ist nicht die lokale sondern die etwas uebergeordnete Ebene. Er wurde am 4.1.2012 geschrieben Dennoch wurden die Konsulate und Botschaften nicht informiert, nicht einmal in dem Ministerium, wo dieses Permit beantragt werden sollte, wussten die Leute Bescheid. Wie lange die Bearbeitung dauert und wo der Antrag gestellt werden muss scheint flexibel, so wie das ganze Gesetz darauf ausgelegt zu sein scheint, ein Gummiparagraph zu sein. Er wurde ja jahrzehntelang ueberhaupt nicht angewendet. So konnten wir unsere Antraege in Delhi stellen, aber die Bearbeitung dauert eben bis nach dem Losarfest.
Hier im Kloster in Kathmandu wurde mir noch staerker bewusst, was fuer ein grosser Eingriff dieser Hinausschmiss war. Die Losarrituale sind stark gemeinschaftsbildend. Zum Beispiel wurde gestern, dem letzten Tag der Reinigungsrituale, nach dem oeffentlichen Ritualtanz bei dem ein am Boden legender, aus Teig geformter Daemon von den goettlichen Kraeften besiegt worden war, ein roter und ein blauer Wollfaden durch die Runde gezogen. Ein Moench wickelte das Knaeuel ab und alle hielten ein kleines Stueck. Dann schnitt der Abt die Faeden zwischen den Menschen durch und jeder hielt sein kleines Stueckchen in der Hand. Danach wurde jedem ein kleiner Schluck Wasser gegeben und etwas Wasser ueber den Kopf gegossen, dabei warf man die beiden Faedchen wieder zurueck.
Die Moenche hatten 3 Tage lang mit nur kurzen Schlafpausen nach Mitternacht rund um die Uhr gesungen. Die Mitglieder der Gemeinschaft spendeten Geld, was waehrend des Mantrensingens an die Moenchen verteilt wurde, manche spendeten Buecher, manche Stifte, eine Gruppe von Frauen aus Singapore sponsorte und kochte jeweils das Mittagessen. Das alles schien dazu beizutragen, ihnen Energie zu geben, sich von der Gemeinschaft unterstuetzt und getragen zu fuehlen.
Reinigungsmantren fuer Losar, Triten Norbutse
Bilder sind hier:
Vor Losar, Triten Norbutse
Liebe Gruesse
Inge